Das Projekt

Einiges zum Projekt


In unserem Projekt ”Verbrannte Kindheit“ möchten wir Erinnerungen von Kriegskindern, heutige Rentner, über die Evakuierung, Flucht vor der Hitlerarmee und das Leben im sowjetischen Hinterland während des Zweiten Weltkrieges sammeln.

Das erste Buch im Rahmen des Projekts, namentlich „Evakuierung – Erinnerungen aus der vom Holocaust verbrannten Kindheit. UdSSR. 1941-1945“, das in Jerusalem im Jahre 2009 erschien, war eigentlich die erste ernsthafte Publikation über jüdische Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg. Die Einzigartigkeit ihrer Schicksale wurde jahzehntelang verschwiegen. Im Unterschied zu anderen Bevölkerungsgruppen, blieb den Juden nicht die geringste Überlebenschance unter der Hitlerherrschaft. Die Nazis hatten weder ihre Umerziehung noch Ausbeutung als gehorsame Sklaven vor. Die Nazi-Ungeheuer planten für die Juden nichts außer der totalen Vernichtung.

Sogar Flucht und Evakuierung konnten den Verfolgten nicht immer das Leben retten. Antisemitische Ausschreitungen seitens vieler Mitbürger, „einfacher sowjetischer Menschen “, konnten genau wie eine deutsche Kugel jüdisches Leben beenden.

„Einmal hat mich eine Gruppe von Jugendlichen auf der Brücke gepackt“, erinnert sich Michael Heifetz. „Sie haben mir die Arme auf den Rücken gebunden, mir eine Schlinge um den Hals gelegt und mich irgendwohin geführt. Den neugierigen Erwachsenen auf dem Weg erklärten sie: ‘Den Itzig hängen wir gerade auf.‘ Die Erwachsenen haben ziemlich verständnisvoll genickt.”

So etwas kann man nicht vergessen.

Die Intention des Buches und der Webseite ist es, die Erinnerungen aus diesen Jahren, die den Krieg aus dem Blickwinkel von Kindern zeigen, zu bewahren. Man will nicht nur die Greuel, die dunkle Seite, sondern auch die helle Seite der Menchlichkeit zeigen. Auch die hat es in der schrecklichen Zeit gegeben. Geschichten von den Gerechten unter den Völkern legen davon Zeugnis ab.

Wir tuen das beste, um alles, was zu diesem Thema zu finden ist, dem breiten Publikum vorzuschlagen. Nur so können wir ein wahres Bild von jüdischem Leben in der UdSSR während des Krieges für die künftige Generationen bewahren.

Die Arbeit ist noch nicht beendet.

Wir warten auf neues Material - Erinnerungen, Tagebücher, Briefe, Fotoaufnahmen aus Kriegsjahren. Wir hoffen auf euch, liebe Leser! Soll G-tt eure Tage verlängern!

Konzept – Dachverband der eingewanderten Wissenschaftlervereine Hazit haKavod.

Mit Teilnahme von Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust (Yad Vashem)

Finanzielle Unterstützung : Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference)

With participation of The Memorial Complex of the Holocaust and Heroism of the Jewish People (Yad Vashem).

Projektteam:
Dr. Alexander Berman, Autor und Projektleiter
Alla Nikitina, Herausgeber
Studio 2w-design, Design und Programmieren
Viacheslav Obodzinsky, Elisabeth Timenchik
, Übersetzer
Thomas Hunnekuhl, deutsche Redaktion:
Dr. Igor Kogan, manager and editor of the website.